Wir geben eurer Wirkung Raum

Für Initiativen, Organisationen und Netzwerke,
die Wirkung ins System bringen wollen

Impact Up möchte ein Ort für alle sein, die mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement etwas in der Gesellschaft bewegen wollen. Wir glauben, dass eine bessere Gesellschaft aus vielen Wirkungen entsteht, die zueinander finden. Die Wege dorthin sind langsam, und sie dürfen schön sein – wir gehen sie gemeinsam mit euch. Macht es euch also einen Moment bequem und schaut euch erstmal um.

Wir wollen für systemische Wirkungsorientierung stehen und damit einen Beitrag für diese tatsächlich bessere Gesellschaft leisten. Dazu wollen wir uns viel mit euch austauschen, Resonanzen erzeugen, viele Perspektiven verstehen und verständlich machen und viele Menschen einbinden, beteiligen und vernetzen. Wir freuen uns schon auf euch.

Wie eine Wirkung formuliert ist, wirkt bereits – nach innen auf alle, die zum Vorhaben gehören, und nach außen auf alle, die sie lesen, sehen, hören. Sie tritt in Beziehung zu anderen Wirkungen. An einer Wirkung hängt viel mehr, als ein oder zwei Sätze fassen können: nach innen, nach außen, ins Feld, in die Gesellschaft hinein. Um Wirkungen herum existieren bereits komplexe Kommunikationssysteme in einer Organisation. In der Gesellschaft, wo Impact wirkt, sind diese Kommunikationssysteme um ein Vielfaches komplexer. Diese Komplexität lässt sich nicht steuern – aber es lässt sich gut mit ihr arbeiten: im Dialog, mit Prinzipien und Ideen, deren Wirkung wir gemeinsam beobachten.

Wir als Impact Up, wir streben grundsätzlich systemischen Impact an. Denn Impact steht in einer Gesellschaft nie allein für sich. Was passiert hier eigentlich noch? Was hat das mit mir zu tun? Was passiert, wenn viele Wirkungen ineinandergreifen? Was passiert, wenn wir wieder gehen? Langfristig, gemeinsam getragener Impact auf die gesamte Gesellschaft – also kohärent in Kooperation mit anderen – ist dann sowas wie ein vorläufig finaler Bezugspunkt. Wie solche Verschiebungen im Feld gelingen, dazu gibt es verschiedene Ansätze – wir wollen uns nicht festlegen. Wir arbeiten systemisch, also starten wir selbstverständlich bei euren Anliegen. Unser Zugang bleibt eine einfache Wirkung, ganz nah bei den Menschen und den Projekten – so öffnen sich langsam Wege hin zu diesem systemischen Impact. Davon sind wir überzeugt.

Als systemisch arbeitendes Institut wollen wir natürlich viele Dinge mit vielen Systemen ausprobieren: wie systemisches Arbeiten wirkungsorientierter wird und wie Wirkungsorientierung systemischer wird. Systemische Beratung zu Wirkungsorientierung, systemische Organisationsentwicklung, aber gern mit Wirkungsorientierung.

Wirkungsorientierung

Wirkungsorientierung ist ein Begriff, den viele Organisationen und Geldgeber schon lange nutzen – wir wollen ihn auf unsere Weise füllen. Für uns liegt die Wirkung an der Grenze der Organisation: Innen arbeiten die Menschen in der Organisation auf die Wirkung hin, außen wirkt sie über das Wirkungsfeld mit anderen gemeinsam auf die Gesellschaft. Aus diesem Innen und Außen ergeben sich vier Perspektiven, die zusammen die Qualität der Wirkungsorientierung ausmachen. Wir beginnen damit, sie bewusst zu machen – erst dann entsteht eine gemeinsame Grundlage für Austausch und Weiterentwicklung, und darauf aufbauend viel Raum für eure Wirkungen.

Passt die Wirkung überhaupt im Innen? Sind die Menschen motiviert? Ist die Organisation funktional? Und im Außen? Meist sucht man schon Belege über die Wirkung – aber ist die Wirkung überhaupt wirklich genauso erwünscht? Ist die Wirkung in der Gesellschaft überhaupt anschlussfähig? Was braucht es noch in welcher Reihenfolge? Resonanz, Struktur, Kohärenz und Kooperation sind für uns Perspektiven einer guten Wirkungsorientierung. Wir suchen und öffnen Räume mit euch, die Platz schaffen und Orientierung bieten.

01

innen · der Mensch

Resonanz

Menschen sind dann motiviert und mögen ihre Arbeit, wenn sie sich mit der Wirkung, die sie erzeugen, identifizieren und darin einen eigenen Sinn finden. Eine derart positive Resonanz mit der eigenen Wirkung ist aber keineswegs selbstverständlich – und genau da setzen wir an. Wenn das gelingt, entsteht Orientierung, die auch gute Zusammenarbeit ermöglicht; der Sinn in der eigenen Arbeit entsteht über die Wirkung, und das ist die tragfähigste Motivation. Ob ein Mensch in Resonanz gehen kann, hängt auch davon ab, wie er in Projekt, Programm und Organisation eingebunden ist – hat er den Raum und die Freiheit dafür? Wo die Resonanz fehlt, liegt es mal an der Wirkung selbst, mal an dieser Einbindung – das schauen wir uns mit euch an, bis die Wirkung auch nach innen durch Sinn wirkt.

02

innen · die Organisation

Struktur

Eine Organisation gibt sich Struktur – über ihren Zweck, über Teams, in Projekten oder Rollen. Diese Funktionalität ist kein Selbstzweck: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Wirkung durch die Organisation tatsächlich nach außen erzeugt werden kann. Passt die Wirkung zum Zweck der Organisation? Und ist sie so angebunden, dass die Organisation sie tatsächlich nach außen bringt? Die Wirkungslogik liegt immer an der Grenze zwischen Organisation und Gesellschaft: Was braucht es intern in der Organisation genau, damit die erwünschte Wirkung erzeugt werden kann? Dieses Zusammenspiel gestalten wir mit euch – von der Ausrichtung der Struktur an der Wirkung bis zur Organisationsentwicklung, wo vieles für die Wirkung strukturiert und abgesprochen werden muss.

03

außen · das Wirkungsfeld

Kohärenz

Eure Wirkung steht nie für sich – als Organisation wirkt ihr in einem Wirkungsfeld, getragen von eurem Zweck, eurer Aufgabe, euren Veränderungswünschen. Wer wirkt neben euch, wer im Anschluss, wo verschiebt sich Macht, wenn ihr euch klar positioniert? Zwei gute Wirkungen nebeneinander sind weder automatisch kohärent (schlüssig aufeinander bezogen) noch komplementär (sich ergänzend). Gemeinsam suchen wir den Weg eurer Wirkung im Wirkungsfeld und denken Kohärenz und Komplementarität zu anderen von Anfang an mit. Bei großen Vorhaben lohnt sich die Absprache mit anderen Wirkungsträger:innen – oft wird daraus ein dauerhafter Prozess, der sich lohnt. So entsteht die Grundlage dafür, dass im Wirkungsfeld viele Akteur:innen tatsächlich gemeinsam etwas bewegen – und daraus wachsen weitere Kooperationen, die noch mehr möglich machen.

04

außen · die Gesellschaft

Kooperation

In der Gesellschaft entscheidet sich, ob aus vielen einzelnen Wirkungen ein gemeinsames Ganzes wird. Kann die Gesellschaft auf Basis eurer Wirkung in Kooperation treten – über einzelne Felder und Akteure hinaus? Genau hier liegt der Hebel: Wo heute Konkurrenz das Zusammenspiel bestimmt, wird Kooperation zur Grundlage – und damit zum zentralen Element einer Transformation der Gesellschaft. Das braucht jemanden, der den Raum hält, in dem unterschiedliche Logiken, Mandate und Machtverhältnisse zueinander finden, ohne sich gegenseitig zu glätten. Solche Räume moderieren wir mit euch – netzwerkförmig, machtbewusst, mit Geduld für Beziehungen, die tragen müssen. Wir arbeiten mit dem, was sich zeigt: gemeinsame Modelle, neue Praktiken, verschobene Ressourcenflüsse. In dieser Kooperation entsteht die systemische Wirkung, an der wir uns orientieren.

Zentrale Wirkungsfelder

Impact Up möchte eine gute Praxis der Wirkungsorientierung vor allem in zentralen Wirkungsfeldern der Gesellschaft verankern. Dort liegen unsere Ziele, und wir wissen um die Wichtigkeit der Wirkung. Zentrale Wirkungsfelder sind für uns das Ökosystem Erde, Frieden und Gewaltfreiheit, die soziale Teilhabe und die Demokratie.

Ansätze wie Systems Change, die Systemische Beratung der Gesellschaft oder Die große Kokreation zeigen, wie sich mit systemischen und kokreativen Methoden gemeinsam an der Welt arbeiten lässt – ohne sie verfügbar oder steuerbar machen zu wollen. Keines der vier Felder kann nachhaltig gut werden, ohne dass die anderen drei ähnlich gut sind; der eigentliche Wert entsteht, wo sie verbunden werden. In den Feldern machen wir die Perspektiven der Organisationen, der Felder und der Gesellschaft bewusst – und darüber wird der Austausch angestoßen, gestaltet und weitergetragen.

Impulse u. a. aus: Cynthia Rayner & François Bonnici, The Systems Work of Social Change (2021) · Ruth Seliger, Systemische Beratung der Gesellschaft (2022) · Jascha Rohr, Die große Kokreation (2023).

Ökosystem Erde

Die Erde ist ein Ökosystem mit planetaren Grenzen, die auch wirtschaftliches Wachstum begrenzen und Gerechtigkeit vielschichtig auf dieser Erde herausfordern. Wir starten in den Prozess der harmonischen (Re-)Integration des menschlichen Lebens in das Ökosystem Erde.

Frieden & Gewaltfreiheit

Gewaltfreiheit ist die Grundlage für die Würde des Menschen und den Frieden zwischen den Menschen. Auch strukturelle und kulturelle Gewaltfreiheit gehört dazu – oft unsichtbar, aber wesentlich. Wir starten in den Prozess, Gewalt in ihren verschiedenen Formen bewusster zu machen und Konflikte konstruktiv zu transformieren.

Soziale Teilhabe

Die soziale Teilhabe ist die Grundvoraussetzung für ein gemeinschaftliches Leben – bei allem, was heute wirtschaftlich organisiert ist: Nahrung, Wohnraum, Mobilität, Kultur. Jede:r braucht Teilhabe, Gemeinwohlorientierung und individuelle Absicherung, etwa durch ein Grundeinkommen. Wir starten in den Prozess, die Wirtschaft als Instrument sozialer Teilhabe zu gestalten und Menschlichkeit ins Zentrum zu stellen.

Demokratie

Demokratie lebt von Dialog, Partizipation und gemeinsamer Entscheidungsfindung – in Organisationen wie in ganzen Gesellschaften. Verfahren wie das Systemische Konsensieren und die Nutzung digitaler Entwicklung eröffnen neue Wege, Entscheidungen gemeinsam noch besser zu machen. Wir starten in den Prozess, mehr Menschen wirksam an guten Entscheidungen zu beteiligen.

Alle vier ergänzen sich untereinander — durch gegenseitige Unterstützung und Synergien. Ein weiteres Ziel von Impact Up ist es, diese Wirkungsfelder miteinander zu vernetzen, sodass sich Kooperation gesellschaftlich weiter durchsetzt und irgendwann „normal" wird.

Über Uns

Impact Up ist eine Idee, die nur in Gemeinschaft entstehen kann – deshalb ist diese Webseite im „Wir" verfasst. Als Institut für systemische Wirkungsorientierung verstehen wir uns als organisierender Akteur: Wir bringen Menschen, Organisationen und Netzwerke zusammen, die an gesellschaftlicher Wirkung arbeiten, bauen Zusammenschlüsse mit auf und halten Verbindungen offen. Wir suchen dabei Prozessinitiator:innen ebenso wie Kund:innen – oft ist das austauschbar: Wir begleiten und werden begleitet.

Schon heute gehören dazu die Agentur für Zukunftsgestaltung, die wir begleiten und die uns begleitet, der Co-Creators Circle, in dem Impact Up mitläuft, und ein größerer Prozess gemeinsam mit UBIE. Dazu kommen viele weitere Vernetzungen, etwa zu NANK (Neue Arbeit, Neue Kultur) oder zur KURVE Wustrow, wo sich ein Wir von Impact Up weiterentwickeln darf. Schreibt uns, wenn sich das Wir mit euch weiterentwickeln soll.

Stefan hat Impact Up 2026 als Institut gegründet. Wir nennen uns Institut, weil ein Institut der Begriff ist, wo Praxis mit Theorie zusammenkommen darf und nichts von beidem über dem jeweils anderen stehen muss. Wir sind ein Institut für systemische Wirkungsorientierung, auch weil wir glauben, dass diese beiden Elemente, also „systemisch" und „Wirkungsorientierung", besser zusammenpassen, als die Welt sie bisher zusammenbringt. Es gibt inzwischen immer mehr Ansätze und Autor:innen, die man genau so interpretieren kann, aber wir wollen eben auch Neues ausprobieren – Theorie in Praxis bringen und Praxis in Theorie. Dabei sind wir undogmatisch und verstehen uns weit über Beratung hinaus als organisierender Akteur und Impulsgeber im System. Wir wollen Netzwerke bauen und verbinden. Wir wollen in viele Richtungen Ausschau halten, uns beteiligen und eurer Wirkung den Raum geben.

Schreibt uns gern einfach eure Ideen und Anregungen.

info@impact-up.org

Schaut euch gern weiter um — oder kommt mit uns ins Gespräch.